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Energiegenossenschaften

Energiegenossenschaft: Photovoltaikanlage
Bürgerwerke eG

Baden-Württemberg ist das Flächenland mit der größten Dichte an Energiegenossenschaften. Ihre Zahl hat sich auf 149 zum Ende des Jahres 2015 erhöht. Zwar liegt der Schwerpunkt der Energiegenossenschaften weiterhin in der Erzeugung von Solarstrom, jedoch bauen und betreiben immer mehr Energiegenossenschaften auch Blockheizkraftwerke oder Nahwärmenetze. Bürger schließen sich beispielsweise in Energiegenossenschaften zusammen, um Energieanlagen zu bauen. Die Dienstleistungspalette ist dabei breit gefächert und reicht von der Erzeugung und Lieferung von Wärme und Strom über den Betrieb von Stromnetzen bis hin zum vollumfänglichen Energieversorgungsunternehmen. Die Genossenschaften setzen damit jährlich über 100 Millionen Euro um. Mittlerweile stehen hinter den Energiegenossenschaften in Baden-Württemberg mehr als 23.000 Einzelmitglieder.

Verlässliche Rahmenbedingungen für Energiegenossenschaften

Von der Politik fordert der BWGV verlässliche Rahmenbedingungen für die Energiegenossenschaften, um ihre Existenz zu sichern. Die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel vorangebrachte Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) bedrohen die Geschäftsmodelle der Energiegenossenschaften. Dadurch wird die lokale Vermarktung des Solarstroms stärker belastet. Zahlen des BWGV zeigen, dass dadurch in Baden-Württemberg rund 100 Bürgersolaranlagen in ihrer Wirtschaftlichkeit akut gefährdet sind.

Zu den traditionellen Elektrizitätswerken gehört etwa das genossenschaftlich organisierte Alb-Elektrizitätswerk in Geislingen an der Steige, welches seit 1910 die Elektrizitätsversorgung in der Region sicherstellt, heute über 50.000 Kunden beliefert und mit Dienstleistungen versorgt. Auch neuere Energieversorgungsunternehmen wie der Ökostromanbieter EWS Schönau wählen die Genossenschaftsform wegen ihrer demokratischen und transparenten Rechtsform.

In ländlichen Regionen bilden sich oft lokale Genossenschaften, die wie die Energiegemeinschaft Weissacher Tal eG, überwiegend Bürgersolaranlagen in der eigenen Gemeinde betreiben. Zunehmend werden auch alternative Energieerzeugungsformen gewählt. So errichtete die Energiegenossenschaft Ingersheim und Umgebung eG im Jahr 2012 das erste genossenschaftlich betriebene Windrad in Baden-Württemberg. Auch immer mehr Wärmeprojekte werden von Genossenschaften umgesetzt – wie etwa in St. Peter im Schwarzwald, wo ein gemeinsames Hackschnitzelwerk mit Nahwärmenetz für die Gemeinde gebaut wurde.

Die Mittelbadische Energiegenossenschaft in Baden-Baden kombiniert mit gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sogar das Thema Wärme und Strom. Während die Wärme lokal an die Gebäudeeigentümer abgegeben wird, wird der Strom auch an die eigenen Genossenschaftsmitglieder verkauft. Insgesamt lässt sich unter den Energiegenossenschaften eine zunehmende Diversifizierung erkennen, viele Genossenschaften erschließen neue Geschäftsfelder oder schließen sich für Kooperationsprojekte zusammen.

Gerne unterstützt Sie das BWGV-Team bei der Gründung einer Energiegenossenschaft in Ihrer Region. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Rubrik Praxistipps für Neugründungen.

Webseite des baden-württembergischen Umweltministeriums zum Thema Energiewende und einer interaktiven Landkarte, wo die Akteure der Energiewende zu finden sind - mit Energieberatern, Energiegenossenschaften und Veranstaltungen.

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