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Social Entrepreneurship auf dem Land – mittels Genossenschaften

Social Entrepreneurship auf dem Land – mittels Genossenschaften
Gunter Endres

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Die ländlichen Gebiete in vielen Ländern sind mit den gleichen aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Dazu gehörten ein sich verschärfender Wettbewerb und zurückgehende lokale Dienstleistungen. Daher ist es notwendig, neue Instrumente für die ländlichen Gemeinschaften zu finden, mit denen sie ihre Zukunft gestalten können. Ein jetzt gestartetes Projekt entwickelt vor diesem Hintergrund Lernmaterial, Beratungsangebote und ein Netzwerk zum Informationsaustausch. Mit dabei ist die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU). Ziel des von der EU finanzierten Projekts „Village Social Enterprise learning material, guidance and networking“ (ViSEnet) ist, die Entwicklung von Sozialunternehmen im ländlichen Raum zu stärken.

Zum Beispiel genossenschaftliche Dorfläden

Ausgangspunkt ist der Umstand, dass es viel lokales Potenzial, eingebettetes Wissen und Können in ländlichen Gemeinden gibt, um die lokale Leistungserbringung und Beschäftigung zu verbessern. Eine mögliche Lösung, um dem Bedarf gerecht zu werden, ist die Entwicklung eines lokal verankerten Sozialunternehmens. Ein typisches Beispiel hierfür sind die genossenschaftlich organisierten Dorfläden, die zum einen helfen, die Nahversorgung in ländlichen Gebieten zu verbessern, zum anderen dort auch Arbeitsplätze schaffen. Handwerk, Pflege, Dienstleistungen, Tourismus, Landwirtschaft: Das Feld für Sozialunternehmen auf dem Land mit innovativen Ideen ist weit.

Social Entrepreneurship kann definiert werden als Unternehmertum, das ein starkes soziales Ziel hat, bei dem die Gewinne wieder in die lokale Gemeinschaft investiert werden. Das Konzept ist in der ländlichen Entwicklung in weiten Teilen Europas relativ neu. Aus diesem Grund ist es aus Sicht der Projektträger notwendig, die Fähigkeit der lokalen Bevölkerung zu verbessern, das besondere Potenzial und die Bedürfnisse der jeweiligen Kommunen besser zu nutzen. Dies kann geschehen, indem die Menschen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in Bezug auf die Aktivierung der Gemeinschaft, Partnerschaften und Netzwerke, unternehmerisches Denken und des sozialen Unternehmertums in den Kommunen erweitern. Das Projekt richtet sich an Personen, die an der Entwicklung und Erhaltung ihrer ländlichen Gemeinden interessiert sind, die bereit sind, sozial engagierte Lösungen zur Unterstützung ihrer ländlichen Gebiete in Betracht zu ziehen und an Personen, die bereits eine Idee für Sozialunternehmen in ländlichen Gebieten haben. Angesprochen sind zudem Menschen, die bereits in Sozialunternehmen tätig sind, aber neue Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen erwerben möchten, um sie bei ihrem Vorhaben zu unterstützen.

Verschiedene Aktionen geplant

Fast 300 Teilnehmer werden laut Projektträger an den verschiedenen Aktionen des Projekts teilnehmen. Im Rahmen der Initiative sollen Open-Access-Lernmaterial, ein internationales Netzwerk ländlicher Sozialunternehmen und ein praktischer Leitfaden für gute Praktiken zur Unterstützung der Entwicklung von Social Entrepreneurship in ländlichen Gebieten entstehen. Die Ergebnisse und Materialien werden laut HfWU allen, die sich für Social Entrepreneurship und kommunale Entwicklung interessieren, online zur Verfügung gestellt.

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