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Internationaler Tag der Genossenschaften: Energiewende hat genossenschaftliches Gesicht

Die Energiewende hat ein genossenschaftliches Gesicht. Darauf hat Verbandsdirektor Gerhard Schorr vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband zum Internationalen Tag der Genossenschaften hingewiesen. Aktuell gibt es in Baden-Württemberg genau 101 Energiegenossenschaften. Die Nummer 100 ist die Dettenhäuser Wärme (Kreis Tübingen), die jüngste Breitnau im Schwarzwald (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald).

Beides sind Nahwärmegenossenschaften wie zum Beispiel die Bürger Energie St. Peter, die Weiler Wärme in Pfalzgrafenweiler oder die Bio Energie Bittelbronn in Haigerloch. Das spiegele auch den aktuellen Gründungstrend wider – von den Fotovoltaik- zu den Nahwärmegenossenschaften, sagte Schorr. Der Genossenschaftsverband verzeichnet in den letzten Jahren einen regelrechten Gründungsboom von Genossenschaften. Im Jahr 2011 waren es insgesamt 57 Neugründungen, darunter 39 aus dem Bereich Energieerzeugung und –versorgung. Im 1. Halbjahr 2012 wurden in Baden-Württemberg weitere 17 neugegründete Genossenschaften ins Register eingetragen.

Samstag, 7. Juli, ist Internationaler Tag der Genossenschaften

Am Samstag ist Internationaler Tag der Genossenschaften. Bereits im Jahr 1992 haben die Vereinten Nationen den ersten Samstag im Juli dazu gekürt. Zentrale Veranstaltung der Genossenschaften in Baden-Württemberg ist der Genossenschaftstag in Rottweil, der um 9.50 Uhr auf dem Münsterplatz eröffnet wird.

„In diesem Jahr haben wir einen ganz besonderen Grund, diesen Tag zu feiern“, betonte Schorr. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften ausgerufen. „Darauf sind wir sehr stolz.“ In diesem Schritt spiegele sich wider, dass Genossenschaften auch in Entwicklungs- und Schwellenländern eine herausragende Rolle spielen, weil sie selbstbestimmtes Handeln ermöglichen. „Das Selbsthilfeprojekt von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch ist international ein Erfolgsmodell geworden.“

Immer heiße der genossenschaftliche Grundgedanke: Wir bündeln unsere Kräfte, um gemeinsam etwas zu bewegen, als Hilfe zur Selbsthilfe, um selbstbestimmtes Handeln zu ermöglichen. „Selbstbestimmt, nicht fremdbestimmt ist der Wesenszug von Genossenschaften.“

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