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Volksbank Albstadt: Der etwas andere Planungsweg zum (Neubau-)Ziel

VB Albstadt Neubau
VB Albstadt

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Die Fusion der Volksbanken Ebingen und Tailfingen 2014 zur Volksbank Albstadt eG brachte es mit sich, dass die Verwaltungsabteilungen auf mehrere Standorte verteilt sind. Kein Zustand auf Dauer, sind sich Vorstand und Aufsichtsrat der Bank einig. In Diskussionen kristallisierte sich heraus: Die jeweiligen Innenstadtlagen lassen keine sinnvolle Erweiterungen zu. Ein zentraler Neubau ist die beste Lösung. Lange abteilungsübergreifende Kommunikationswege werden beseitigt, Wegezeiten eingespart.

Erst bankinterne Abfrage, dann Pflichtenheft durch BWGV

Die Bank schlug für dieses Vorhaben einen besonderen Pfad ein. Das für dieses Projekt zuständige Vorstandsmitglied Benjamin Wurm: „Wir haben zunächst keinen Projektentwickler oder Architekten beauftragt, wie es üblich ist, sondern unsere Bereichsleiter befragt, welche Anforderungen sie an das Gebäude stellen.“ Auf Basis der Abfrageergebnisse kam ein „neutraler Dritter“, so Vorstandsmitglied Wurm, ins Spiel: die Abteilung Prozesse des BWGV-Bereichs Beratung Genossenschaftsbanken. 2015 erstellten die Berater für die Entscheidungsträger der Volksbank Albstadt ein Pflichtenheft, in dem sowohl grundsätzliche Anforderungen der Gesamtbank an das Gebäude als auch die speziellen Bedarfe der einzelnen Fachbereiche wie beispielsweise Steuerungsbank, Produktionsbank oder Personalverwaltung dokumentiert sind – angereichert mit dem Expertenwissen aus der Prozessberatung des BWGV.

Neubau Volksbank Albstadt eG
Das Modell des Neubaus der Verwaltungszentrale der Volksbank Albstadt eG: Dort werden ab 2020 alle internen Abteilungen zusammengeführt.

„Damit hatten wir eine gute Grundlage für die nächsten Prozessschritte“, meint Benjamin Wurm. Im Zuge eines umfangreichen Auswahlprozesses wurde der Bank von der Stadt Albstadt ein Grundstück an der Truchtelfinger Straße im Stadtteil Ebingen, direkt an einem stark frequentierten Kreisverkehr liegend, angeboten. Ein sehr guter Standort, denn alle drei Kriterien sind erfüllt: Die Volksbank bleibt in belebter Umgebung wahrnehmbar in der Stadt und hat genügend Raum für Parkplätze sowie für Gestaltungsmöglichkeiten. Denn das rund 12.800 Quadratmeter große Grundstück ist zu üppig bemessen für ein einzelnes Verwaltungsgebäude, das nach Fertigstellung rund 120 Bankmitarbeiter beherbergen wird. „Wir denken an eine weitere Entwicklung des Areals mit Mietwohnungen und Gewerbeflächen“, so Wurm.

Einem Architektenwettbewerb folgte der Vertrag mit einem Generalübernehmer zum Festpreis. „Im Gegensatz zu einem Generalunternehmer arbeitet der Übernehmer mit Handwerkern aus unserer Region zusammen. Das ist uns als regional tätige Bank sehr wichtig“, sagt Vorstandsmitglied Wurm.

Breite Zustimmung fürs Vorhaben

Den Planungsprozess begleitet eine intensive Kommunikation nach innen und nach außen. „Zuerst haben wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informiert, deren Rückmeldungen in die Planung einfloss, dann wurden unsere Vertreter in einer Abendveranstaltung in der Festhalle Ebingen ins Bild gesetzt, dann die Öffentlichkeit über die regionalen Medien“, sagt Wurm. „Was uns im Vorstand sehr gefreut hat ist die Tatsache, dass die Weichenstellung für die Zukunft anerkannt wird. Für eine mittelgroße Bank, wie wir es sind, ist solch ein Bauprojekt schon eine Herausforderung.“ Die Grundsteinlegung war am 9. Mai 2018, im ersten Quartal 2020 soll der Neubau bezogen werden. „Oder bereits etwas früher“, meint Vorstandsmitglied Wurm. Die bisherigen Kundenbereiche der Hauptgeschäftsstellen Tailfingen und Ebingen bleiben erhalten, werden für den Vertrieb weiterentwickelt.

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