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Erfolgreiche Kundenkommunikation: Win-win-Situation durch Kooperationen

VR-Energie Bonus
Gunter Endres

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Kooperationen können durch den Mehrfachnutzen Interesse wecken, ein Alleinstellungsmerkmal  darstellen und sich damit gegenüber den Mitbewerbern abheben. Es wird also eine Win-win-Situation generiert, die für alle Beteiligten wirtschaftlich vorteilhaft ist.

Die Ausgangssituation

Immer neue Vorschriften durch EU-Kommission, EZB und Bankenaufsicht EBA erschweren das Geschäft der Genossenschaftsbanken zunehmend. Durch die weiter anhaltende Niedrigzinspolitik  der  EZB  sinkt  der  Zinsüberschuss  der Banken weiter und gleichzeitig steigt der Kostendruck. Schließung von unrentablen Filialen oder Reduzierung der Öffnungszeiten sind die logische Folge. Parallel ist eine Anpassung der Gebühren für die verschiedenen Dienstleistungen der Banken unumgänglich. Negativzinsen auf Sparkonten sind zumindest bisher vermieden worden. Die Menschen vertrauen den genossenschaftlichen Banken mit ihrem einzigartigen Geschäftsmodell, das auf Nähe, Regionalität und Solidität besteht, nach wie vor. Dies wird besonders in schwierigeren Zeiten wie der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise deutlich. Sowohl bei den Einlagen als auch bei den Krediten an Privatpersonen und Unternehmen verzeichneten die Volksbanken und Raiffeisenbanken im vergangenen Jahr deutliche Zuwächse. Die Öffentlichkeit und damit die Medien reagieren auf Gebühren für Dienstleistungen der Bank jedoch meist mit Unverständnis und oftmals populistisch.

Die Innovation

Die GENO Energie GmbH, ein Unternehmen im Verbund der baden-württembergischen Genossenschaftsorganisation, hat in Zusammenarbeit mit Wolfgang Faiß, Bereich Beratung Genossenschaftsbanken beim  BWGV, ein  Produkt entwickelt, das dem Branchentrend Nullzins  etwas entgegensetzen kann. Und zwar dauerhaft. Bei Abschluss eines Stromvertrags erstattet GENO Energie nämlich der Genossenschaftsbank 1 Prozent Bonus auf das Girokonto des Stromkunden. Diesen Betrag, der bis zu einem Guthaben von 2.000 Euro greift, gibt die Bank dann an den Kunden weiter. Der Bankkunde bekommt also auf sein Girokonto einen Guthabenzins von 1 Prozent.

Den Volksbanken und Raiffeisenbanken steht damit ein Marketinginstrument zur Verfügung, das den Kunden und Mitgliedern nicht nur eine Ersparnis bei den Energiekosten sichert, sondern eben einen Zinsvorteil für das Girokonto. In Zeiten, in denen Nullzins der Normalfall geworden ist, ist dies also eine echte Innovation, die eine deutliche Abgrenzung zu den Mitbewerbern ermöglicht. Die Wort-  und Bildmarke VR-Energie Bonus ist markenrechtlich geschützt und kann bei der Bewerbung vom Vertriebspartner Genossenschaftsbank  eingesetzt  werden.  Der  VR-Energie Bonus eignet sich sowohl für Mitglieder als auch Nichtmitglieder  und  ist  darüber  hinaus  ein  probates Instrument zur Kundenbindung. Die Provisionszahlung für einen Stromvertrag in Höhe von einmalig 50 Euro  Abschluss- und 5 Euro jährlicher Bestandsprovision für die Bank bleibt davon selbstverständlich unberührt.

Die Umsetzung

Die Einführung dieses neuen Kontomodells VR-Energie Bonus ist denkbar einfach. Wenn bereits eine Kooperationsvereinbarung mit der GENO Energie GmbH besteht, wird  diese  einfach  ergänzt. Neue Kooperationsvereinbarungen enthalten das Modell bereits. Die Bank stellt dann GENO Energie die anfallenden Zinsen der relevanten Kunden  kumuliert in Rechnung. Eine effiziente Abwicklung für Bank und Kunde erleichtert den Vertrieb.

Die technische Umsetzung wurde von Wolfgang Faiß im Vorfeld und in Zusammenarbeit mit mehreren Banken geklärt und ist mit wenigen Handgriffen erledigt. Das Bonus-Modell wird in der derzeit beabsichtigten Ausgestaltung als rechtlich zulässig erachtet. Damit sowohl für die Bank als auch für den Kunden Planungssicherheit besteht, ist diese  Vereinbarung  grundsätzlich  auf  Dauer angelegt. Bleibt der Kunde GENO-Energie-Kunde, profitiert er also auf Dauer vom VR-Energie Bonus.

Die Umsetzung ist für Anfang 2018 geplant.

Auf dem Foto oben zu sehen:

Haben das Kooperationsmodell für die Kundenansprache mitentwickelt: Bernd Kaißer, Geschäftsführer der Geno Energie GmbH (links), und Wolfgang Faiß, Berater vom BWGV.

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