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Kommunalwahlen im Blick: Genossenschaftsmodell im Fokus

Kommunalwahlen in Baden-WĂŒrttemberg
BWGV

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Klimaschutz und Energiewende sind vor Ort bereits vielfach in Genossenschaftshand. Bürger-Energiegenossenschaften haben sich in zahlreichen Städten und Gemeinden bewährt und gezeigt, wie man dezentral und konzernunabhängig in Energieprojekte investieren und seinen eigenen Beitrag zur Energiewende, zum Ausbau der Erneuerbaren Energien und zum Klimaschutz leisten kann. Die Organisationsform der Genossenschaft eignet sich in besonderem Maße, Neues durch eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger zu erproben. Auf diesen wertvollen Erfahrungen lässt sich aufbauen, um Lösungen für weitere Herausforderungen unserer Tage zu entwickeln.

Innovative Wohnformen durch Genossenschaften

Sozialer Wohnungsbau und Wohnungsgenossenschaften haben eine lange gemeinsame Sache in Baden-Württemberg. Sie sind heute wieder mehr denn je gefordert. Die derzeitigen Engpässe an preisgünstigen Wohnungen sind eine Folge der restriktiven Wohnungsbaupolitik der vergangenen Jahre. Diese Engpässe wären noch gravierender, wenn nicht die bundesweit fast 2.000 Wohnungsgenossenschaften zusammen mit den kommunalen Wohnungsbaugesellschaften sich der Aufgabe gestellt hätten, auch für Geringverdiener ein Wohnungsangebot zu sichern. Genossenschaften ermöglichen zudem, innovative Wohnformen zu erproben und damit den gesellschaftlichen Wandel vor allem in den Städten zu unterstützen. Viele Städte haben das große Potenzial erkannt, das eine themenübergreifende und inklusive Quartiersentwicklung entfalten kann: die brennenden sozialen Fragen direkt im Nahraum anzugehen und passgenaue, quartiersspezifische Antworten zu entwerfen. Dies erfordert ein tragfähiges Netzwerk aus Verwaltung, Freien Trägern, Wirtschaft, zivilgesellschaftlichen Akteuren und Bewohnern. Über Sozialgenossenschaften können Wohnprojekte, Bürgerbusse oder Senioren- und Nachbarschaftshilfe entstehen. Der Städtetag berät und vernetzt seine Mitgliedsstädte im Bereich der Quartiersentwicklung, beispielsweise durch die StadtLabore zur inklusiven Quartiersentwicklung.

Genossenschaften und intelligente Quartierskonzepte

Auch für die Herausforderungen der Digitalisierung bieten genossenschaftliche Modelle einen geeigneten Rahmen für intelligente Quartierskonzepte oder kleine Städte. Viele Städte in Baden-Württemberg haben sich auf den Weg gemacht, eine Smart City zu werden. Digitalisierungsstrategien, die mit Unterstützung von Förderprogrammen wie beispielsweise Zukunftskommune@bw und Digitalakademie@bw erstellt werden, zielen darauf, Städte effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten und die Bürgerschaft an den Prozessen stärker zu beteiligen. Genossenschaftliche Organisationsformen bieten innovative Plattformen. Die Städte fordern dazu ebenso wie der BWGV einen flächendeckenden Glasfaserausbau.

Digitale Plattformen werden künftig Teil unserer Bildungsinfrastruktur sein. Diese ist schon immer ein zentrales Thema der Städte und Gemeinden. So sind 90 Prozent aller Schulen in kommunaler Hand, wobei die Lehrerinnen und Lehrer vom Land eingestellt werden. Für die Digitalisierung der Schulen, für ihre zukunftsfähige Ausrüstung hat der Städtetag erfolgreich Förderkonzepte bei Bund und Land eingefordert. Die Digitalisierung ermöglicht es darüber hinaus, Weiterbildung auch außerhalb der Zentren anzubieten und so manches innovative Genossenschaftsmodell im ländlichen Raum zu bereichern. Hier ist Phantasie, Kreativität und der Wille zu neuen Formen der Zusammenarbeit gefragt.

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