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Tag der Solidarität für Baden-Württemberg: 83 Fahrzeuge für soziale Zwecke gespendet

Soziale Einrichtungen überall in Baden-Württemberg können sich freuen: Ihre verantwortungsvolle Arbeit wird ein bisschen leichter, weil sie am Donnerstag insgesamt 83 Fahrzeuge gespendet bekommen haben. In einer Großveranstaltung auf Schloss Solitude in Stuttgart hat die baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter MdL symbolisch die Fahrzeugschlüssel übergeben. Anschließend ging es hinaus ins Land: Die VR-Mobile sind zu einer Sternfahrt an ihren Bestimmungsort gestartet – zum Beispiel zum Caritasverband Singen-Hegau und zum Hospizdienst Hochrhein in Waldshut-Tiengen, zur Diakoniestation Herrenberg und zum DRK-Kreisverband Stuttgart, oder zur Lebenshilfe nach Aalen und zur Ökumenischen Sozialstation Bad Mergentheim.

Die VR-Mobile genannten VW-ups stehen den sozialen Einrichtungen auf Leasingbasis für drei Jahre zur Verfügung, was einer Gesamtspende von rund 523.000 Euro entspricht. Zum Beispiel versorgen die Sozialstationen im Durchschnitt zehn bis zwölf Patienten an jedem Tag mit Hilfe der VR-Mobile, heißt es bei der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg. Fast fünf Millionen Kilometer insgesamt können die VR-Mobile nach dem Leasingvertrag in den drei Jahren im Dienste der Solidarität verfahren – 120-mal um die Welt.

Das Projekt „VR-mobil – Wir fördern die Region“ ist mit der Spendenaktion auf Schloss Solitude bereits in seine fünfte Runde gegangen. Seit 2008 haben Volksbanken und Raiffeisenbanken insgesamt 461 VR-Mobile gespendet. Aus den ersten beiden Generationen von 262 VR-Mobilen, die im Jahr 2008 und 2009 übergeben wurden, haben die Volksbanken und Raiffeisenbanken nach dem Ablauf des Leasingvertrages 235 an die sozialen Einrichtungen gespendet. Das Spendenaufkommen des Gesamtprojektes beträgt damit über 3,9 Mio. Euro.

Möglich gemacht haben diese Spende rund 300.000 Kunden von Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg, indem sie jeden Monat bei ihrer Bank insgesamt 831.000 Lose des Gewinnsparvereins erwerben. So funktioniert das Gewinnsparen: Ein Los kostet zehn Euro, davon gehen acht Euro aufs Sparkonto und zwei Euro sind der Spieleinsatz. Von diesen zwei Euro werden 50 Cent nach der Abgabenordnung an gemeinnützige Einrichtungen, Kindergärten, Schulen oder Sport- und Musikvereine in der jeweiligen Region gespendet. Mitglieder des Gewinnsparvereins sind 161 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg. „Das gesamte Spendenaufkommen wird dieses Jahr zirka 4,9 Millionen Euro betragen“, kündigt Jürgen Rehm an, Vorstand des Gewinnsparvereins der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg.

Sozialministerin Katrin Altpeter dankte den Volks- und Raiffeisenbanken für die Wertschätzung der sozialen Dienste, die durch die Spendenaktion zum Ausdruck komme. „Durch diese Unterstützung wird es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der sozialen Dienste möglich, sich um die Schwachen in unserer Gesellschaft zu kümmern“, betonte die Ministerin. „Die Genossenschaftsbanken folgen ihrem Grundsatz, dass wirtschaftlicher Erfolg dazu verpflichtet, auch gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, sagte Altpeter.

Die Ministerin dankte auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der sozialen und karitativen Dienste. „Ich wünsche allen Helferinnen und Helfern, die mit diesen Fahrzeugen unterwegs sein werden, gute Fahrt sowie weiterhin viel Freude und Kraft bei ihrer Arbeit“, sagte Altpeter. „Sie alle tragen mit ihrem Einsatz, ihrem Engagement und ihrer praktisch gelebten Menschlichkeit dazu bei, dass unsere Gesellschaft lebenswert bleibt.“

Von einem „Tag der Solidarität“ sprach der baden-württembergische Genossenschafts-Präsident Gerhard Roßwog im Namen der Volksbanken und Raiffeisenbanken. „Die genossenschaftliche Idee steht für Solidarität und die Förderung der Region“, betonte er. „Deshalb engagieren sich die baden-württembergischen Volksbanken Raiffeisenbanken mit ihrem Projekt VR-Mobil, um die sozialen Dienste im Land bei der Versorgung der Menschen zu unterstützen. Das ist das genossenschaftliche Verständnis der Bürgergesellschaft.“ Immerhin sei jeder Dritte im Land Mitglied einer genossenschaftlichen Bank.

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