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BÄKO - Genossenschaft für das backende Handwerk

Der klassische Bäcker punktet bei den qualitätsorientierten Käuferhaushalten.
Baeko

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Bäcker und Konditoren sind in den vergangenen Jahrzehnten unter stetig steigenden Wettbewerbsdruck geraten. Veränderte Verzehrgewohnheiten und das immer ausgeprägtere Backwarenangebot des Lebensmitteleinzelhandels sowie der Discounter führte im Handwerk bei klassischen Backwaren, kumuliert gesehen, zu sinkenden Absatz- und Umsatzzahlen. Dennoch gebe es für die backenden Betriebe Wachstumsmöglichkeiten durch Innovation in den verschiedenen Produktbereichen und Dienstleistungen, große Chancen im Qualitätswettbewerb sowie durch den Wandel der allgemeinen Verzehrgewohnheiten, ist Holger Knieling, in Ladenburg geschäftsführender Vorstand der BÄKO-Zentrale Süddeutschland eG, überzeugt. Vor allem die beiden letzteren Faktoren böten dem backenden Handwerk gute Chancen. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat einige interessante Fakten zum Käuferverhalten ermittelt. Die konsumierenden Haushalte unterscheiden sich in eher preisorientierte und eher qualitätsorientierte Konsumgruppen, sagen die Nürnberger Marktforscher. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeige, dass die qualitätsorientierten Haushalte seit etwa zehn Jahren wieder stetig wachsen. Betrachtet man das Einkaufsverhalten beider Gruppen hinsichtlich ihres Brot- und Backwareneinkaufs, so bestätigen die GfK-Zahlen, dass die qualitätsorientieren Käuferhaushalte deutlich die klassischen Bäckereien favorisieren.

Handwerkliche Bäckereien als Außer-Haus-Versorger

Mit dem BÄKO-Fuhrpark werden bundesweit etwa 15.000 selbstständige Backbetriebe passend zu den dortigen Produktionsabläufen beliefert.
Mit dem BÄKO-Fuhrpark werden bundesweit etwa 15.000 selbstständige Backbetriebe passend zu den dortigen Produktionsabläufen beliefert.

„Handwerkliche Bäckereien und Konditoreien werden mehr und mehr zu Außer-Haus-Versorgern, die mit Tageszeit gerechten Angeboten zunehmend Verbraucher unterwegs mit ihren Produkten und Services begeistern“, sagt BÄKO-Chef Knieling. „Vor allem diese sich verändernden Verzehrgewohnheiten bringen immer wieder Chancen mit sich. Das zeigen aktuelle Daten, was die Besuchsorte für den ,schnellen Snack‘ zeigen.“ Bereits 2014 waren die Bäcker hinsichtlich der Besuchszahlen für das Außer-Haus-Verzehrs- Geschäft Marktführer. Auf das ganze Jahr gesehen, lag der Marktanteil bei 19,6 Prozent. Im ersten Halbjahr 2015 konnten die Bäckereien erneut deutlich mehr Gäste anlocken (plus 2 Prozent) im Vergleich zum einigermaßen stabilen Gesamtmarkt. Bäckereien stehen nun für 20,8 Prozent aller Besuche in der Schnellgastronomie und liegen damit gemessen an den Besuchszahlen noch deutlicher vor den Fast-Food-Ketten. „Das Wachstum resultiert sowohl aus dem Mitnahmegeschäft sowie aus dem Verzehr vor Ort im Bäckerei-Café, wobei der Verzehr vor Ort etwas stärker als das Mitnahmegeschäft wächst“, so Knieling. Die Ausgaben pro Gast konnten insbesondere durch den Verzehr vor Ort deutlich gesteigert werden. Gäste, die vor Ort verzehren, gaben im ersten Halbjahr 2015 mit 3,63 Euro im Vergleich zu 2,51 Euro rund 45 Prozent mehr aus, als Besuche zur Mitnahme, was vor allem am zusätzlichen Verzehr von Getränken liegt, so zum Beispiel durch den im Bäckerhandwerk mit 37 Prozent Marktanteil besonders starken Kaffeeausschank.

BÄKO – Wirtschaftsorganisation des backenden Handwerks

Bundesweit ist die BÄKO-Gruppe mit 30 Regionalgenossenschaften flächendeckend präsent. Stand: 1.4.2015
Bundesweit ist die BÄKO-Gruppe mit 30 Regionalgenossenschaften flächendeckend präsent. Stand: 1.4.2015

Die BÄKO als Verbundunternehmen und Wirtschaftsorganisation des backenden Handwerks ist auf den globalen Beschaffungsmärkten für Rohstoffe, Halbfabrikate, Handelswaren, Verpackungsmaterialien und Investitionsgüter der größte Handelspartner der Branche. Kerngeschäft der BÄKO ist die weltweite Warenbeschaffung und die optimale Belieferung, Beratung und Betreuung der Backbetriebe sowie die Bereitstellung umfangreicher Serviceleistungen. Als genossenschaftliche Wirtschaftsorganisation der backenden Betriebe sind die Kunden der BÄKOs gleichzeitig auch ihre Inhaber. Dies verdeutlicht die enge Verzahnung des Bäcker- und Konditorenhandwerks mit der BÄKO. „Die Struktur als Verbundunternehmen erschließt der BÄKO durch klare Aufgaben und Verantwortungszuteilungen eine hohe Marktpräsenz und die Wahrnehmung betriebswirtschaftlicher Synergien“, fasst Holger Knieling zusammen. Die Jahresumsätze 2014 der beiden Zentralen, BÄKO-Zentrale Nord eG und BÄKO-Zentrale Süddeutschland eG, betrugen in Summe rund 1,4 Milliarden Euro. Die BÄKO-Regionalgenossenschaften inklusive der BÄKO Österreich e.Gen., die für die lokale Belieferung und umfangreiche Betreuung der Backbetriebe zuständig sind, verzeichneten einen Jahresumsatz von über 2,2 Milliarden Euro. Bundesweit ist die BÄKO-Gruppe mit 30 Regionalgenossenschaften flächendeckend präsent. In einem wachsenden europäischen Netzwerk prägen darüber hinaus weitere Regionalgenossenschaften und BÄKO-Unternehmen den Backbedarfsmarkt in den Ländern Österreich, Polen, Ungarn und Frankreich.

Kernsortiment der BÄKO mit bis zu 10.000 Artikeln

Das Kernsortiment der BÄKO beinhaltet bis zu 10.000 Artikel, die in den Regionallagern bevorratet sind und den gesamten Produktions- und Warenbedarf für Bäckerei- und Konditoreibetriebe abdecken. Mit dem leistungsfähigen eigenen Fuhrpark werden bundesweit etwa 15.000 selbstständige Backbetriebe passend zu den dortigen Produktionsabläufen beliefert.

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