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Schriftstellerin Annette Pehnt nahm Kulturpreis entgegen

Annette Pehnt freut sich über den Kulturpreis. V.l.n.r. Gerhard Schorr, Annette Pehnt, Petra Olschowski, Christoph Dahl.
BWStiftung

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Die Schriftstellerin Annette Pehnt ist am Dienstag, 4. Juli, in Stuttgart mit dem Kulturpreis Baden-Württemberg 2017 ausgezeichnet worden. Der Förderpreis ging an die Zeitschrift für Literatur allmende. Der Kulturpreis wird alle zwei Jahre von der Baden-Württemberg Stiftung und den Volksbanken Raiffeisenbanken verliehen.

Stuttgart, 5. Juli 2017 – Für ihre herausragenden Leistungen in der Literatur erhielt die Schriftstellerin Annette Pehnt am 4. Juli den mit 20.000 Euro dotierten Kulturpreis Baden-Württemberg. Einhundert geladene Gäste waren zur feierlichen Preisverleihung in die Stadtbibliothek Stuttgart gekommen. Der Preis wurde in diesem Jahr zum achten Mal verliehen; zum zweiten Mal in der Sparte Literatur. Die Hauptpreisträgerin bedankte sich mit den Worten: „Ich zweifle an allem und jedem, aber nicht am Schreiben, das zu mir gehört – hoffentlich so lange es mich gibt. Beim Schreiben habe ich vieles ausprobiert, mich auch vom Schreibtisch wegbewegt. Dieser Preis bestätigt, dass die Erfüllung des literarischen Auftrags überall stattfinden kann.”

„Mit Annette Pehnt zeichnen wir eine Künstlerpersönlichkeit aus, die in der deutschsprachigen Literatur einen ganz eigenen Ton entwickelt hat. Annette Pehnt greift, zeitgemäß und eindringlich, aktuelle gesellschaftliche Themen wie Mobbing auf und setzt sich auch mit dem Literatur- und Bildungsbetrieb insgesamt auseinander. Den richtigen Ton trifft sie auch für Kinder: Ob „Rabea und Marili“ oder „Der Bärbeiß“ - Pehnt spricht die jungen Leserinnen und Leser unmittelbar an und zeigt, wie spannend und genussvoll Lesen sein kann. Der Kulturpreis ist darüber hinaus auch eine Würdigung ihres Engagements im Bereich kulturelle Bildung für die literarische Szene“, begründet Staatssekretärin Petra Olschowski, Vorsitzende des Stiftungsrats der Stiftung Kulturpreis, die Wahl der Hauptpreisträgerin.

Der Förderpreis des Kulturpreises Baden-Württemberg 2017 ging an allmende – Zeitschrift für Literatur. „allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren und gleichzeitig neue Leserschichten erschließen kann: pointiert in ihrer jeweiligen Schwerpunktwahl, ohne Geschichtsverlust experimentierfreudig und dabei beständig die literarischen Traditionen der oberrheinischen Grenzregion bündelnd“, heißt es in der Begründung der Jury.

„Die diesjährigen Preisträger zeigen nicht nur, wie viel künstlerisches Talent wir in unserem Land haben. Sie zeigen, dass Kultur gesellschaftskritisch sein muss und in einer Zeit, wo populistische Strömungen stark zunehmen, Haltung zeigen muss“, erklärte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. Beide Preisträger seien ein Aushängeschild für Baden-Württemberg.

„Die Förderung von kulturellem Engagement ist den Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg ein wichtiges Anliegen“, betonte Gerhard Schorr, Verbandsdirektor des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV), bei der Preisverleihung in der Stadtbibliothek Stuttgart. „Genossenschaftsbanken übernehmen seit jeher aus voller Überzeugung Verantwortung – sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich.“ Die 192 Genossenschaftsbanken im Südwesten werden von mehr als 3,73 Millionen Mitgliedern getragen. Sie zeichnen sich durch ihr regionales Geschäftsmodell und eine besondere Nähe zu den Menschen aus.

Hauptpreisträgerin Annette Pehnt

Annette Pehnt, 1964 in Köln geboren, ist Autorin von Kinder- und Erwachsenenliteratur und lebt in Freiburg im Breisgau. Der Stiftungsrat prämiert mit Annette Pehnt eine Schriftstellerin, „deren Bücher Teil einer sozialen und kulturpolitischen Wahrnehmung sind, die ihr Frage und Antwort in einem bedeuten und mit denen sie auf anderen literaturrelevanten Gebieten nicht minder anregende Akzente setzt.“ Besonders ihre ausgezeichneten Kinderbücher und ihre Reflexionen des Literatur- und Bildungsbetriebs stünden für eine Haltung, die benennt, sich einmischt und Visionen entwirft, so die Begründung der Jury.

Förderpreisträger allmende

Die Literaturzeitschrift allmende ist in Baden-Württemberg seit 36 Jahren eine der herausragenden Veröffentlichungen ihres Genres. Sowohl junge als auch arrivierte Autorinnen und Autoren berücksichtigend wird sie Ende 2017 die 100. Ausgabe vorlegen. Dem ersten Herausgeberteam gehörten u.a. Martin Walser, Adolf Muschg und André Weckmann an. Als Förderpreisträger erhält allmende ein Preisgeld von 5.000 Euro.

Hinweise an die Redaktionen:

Die im Jahr 2002 gegründete Stiftung Kulturpreis Baden-Württemberg der Volksbanken Raiffeisenbanken und der Baden-Württemberg Stiftung vergibt den Kulturpreis alle zwei Jahre im thematischen Wechsel. Er ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert und teilt sich in einen Haupt- und einen Förderpreis. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen in den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Film/Neue Medien, Literatur und Musik. Preisträger des Kulturpreises Baden-Württemberg müssen einen erkennbaren Bezug zum Land Baden-Württemberg aufweisen und zeichnen sich durch ihre Kreativität, Einzigartigkeit und ihr Wirken in Baden-Württemberg bzw. ihre Bedeutung für das Land aus. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kulturpreis-bw.de

Stiftungskurzprofil:

Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger.

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