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Roadshows zu „Genossenschaftlich getragener Quartiersentwicklung“ zeigen Potenziale auf

BWGV
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Quartiere in Baden-Württemberg sollen in Zukunft verstärkt genossenschaftlich entwickelt werden. Aus diesem Grund hat das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband (BWGV) das Projekt „Genossenschaftlich getragene Quartiersentwicklung“ ins Leben gerufen. „Gemeinsam kann man seine Ziele besser erreichen als alleine: Das ist der Grundgedanke jeder Genossenschaft, und diesen Gedanken wollen wir für den Aufbau lebendiger Quartiere noch stärker nutzen“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha MdL anlässlich der digitalen Roadshows für das Projekt. Bei insgesamt vier Terminen wurde das Konzept der genossenschaftlich getragenen Quartiersentwicklung mit zahlreichen Expertinnen und Experten aus Fachwelt und Praxis ausführlich diskutiert. Das Fazit: Hier besteht enormes Potenzial.

„Unser Ziel ist es, attraktive und lebenswerte Quartiere zu entwickeln, in denen die verschiedenen Generationen gemeinsam leben und zugleich am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen können. Die Genossenschaften und ihre drei Grundprinzipien – Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung – sind für die Organisation solcher Quartiere eine vielversprechende Lösung. Deshalb nehmen wir sie künftig stärker in den Fokus“, so Minister Lucha weiter. Ziel des auf zwei Jahre angelegten Projekts, das vom BWGV betreut und vom Land gefördert wird, ist es, das Modell der Sozialgenossenschaft bekannter zu machen und die Neugründung quartierswirksamer Sozialgenossenschaften im Südwesten zu begleiten. „Neben dem reinen Wohnangebot ermöglichen Quartiere auch ein enges soziales Umfeld und bringen wichtige Aspekte wie Pflege, sozialen Austausch, Betreuung und Grundversorgung direkt zu den Menschen“, erläuterte Lucha. Das Projekt „Genossenschaftlich getragene Quartiersentwicklung“ sei deshalb ein wichtiger Bestandteil der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam.Gestalten.“.

BWGV-Präsident Glaser: Vorteile von Genossenschaften nutzen

„Wir freuen uns sehr, dass wir dieses wichtige Projekt der Landesregierung betreuen und eng mit unserer genossenschaftlichen Expertise begleiten und gemeinsam mit unserem Netzwerk an Partnern und Experten zum Erfolg führen dürfen“, sagte BWGV-Präsident Dr. Roman Glaser. Die Gründung der Quartiersinitiativen wird durch den BWGV umfassend unterstützt – zum Beispiel durch individuelle Beratung, Mustersatzungen und die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. „Wir wollen mit dem Projekt die enormen Vorteile von Genossenschaften bei der Quartiersentwicklung aufzeigen sowie damit das genossenschaftliche Modell im Allgemeinen bekannter machen“, erläuterte Glaser. Interessierte konnten sich bei den Roadshows über die Chancen und Möglichkeiten von Quartiersgenossenschaften informieren. „Aufgrund demografischer und gesellschaftlicher Entwicklungen ändert sich der Anspruch an unseren Wohn- und Lebensraum radikal. Deshalb wollen wir das gesamte Wohnumfeld der Menschen in den Blick nehmen. Ziel muss es sein, das gesamte Wohn- und Lebensumfeld – also das Quartier – alters- und generationengerecht zu entwickeln. Wir wollen lebendige und attraktive Quartiere, in denen sich die Menschen, Unternehmen und Initiativen vor Ort aktiv einbringen können und in denen soziale Dienstleistungen ebenso wie die Angebote des Handels und der Daseinsvorsorge sowie anderer Angebote besser verfügbar und erreichbar sind. Hierfür sind Genossenschaften bestens geeignet“, betonte Glaser. Der Verband nennt diese innovative Kombination „WohnenPLUS“.

Online weitere Informationen und Videos der Roadshows

Hintergrundinformationen zum Projekt „Genossenschaftlich getragene Quartiersentwicklung“ und dem dazugehörenden Wettbewerb sind online unter www.wir-leben-genossenschaft.de/quartiersentwicklung oder unter www.quartier2030-bw.de/angebote/beratung_foerderung abrufbar.

Unter folgenden Links finden Sie Videos zu den vier Roadshows – sowohl in Gesamtlänge als auch als „Best of“-Version:

- „Ganzheitliche Quartiersentwicklung – Was können Genossenschaften beitragen?“: https://21zone.eu/events/37503,

- „Dienstleistungs-/ Dachgenossenschaften – gemeinsam mehr erreichen“: https://21zone.eu/events/37622,

- „Wesentliche Bestandteile eines Quartiers – Betreuung, Inklusion und Pflege“: https://21zone.eu/events/37624,

- „Ganzheitliche Quartiersentwicklung – Chancen und Ausblick“: https://21zone.eu/events/37625.

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