Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

GENO-Wissenschaftspreis geht an zwei Wissenschaftlerinnen aus Hohenheim

GENO-Wissenschaftspreis geht an zwei Wissenschaftlerinnen aus Hohenheim
Forschungsstelle für Genossenschaftswesen an der Universität Hohenheim

/

Zwei junge Wissenschaftlerinnen der Universität Hohenheim sind am Montagabend (25. Juni) mit dem GENO-Wissenschaftspreis der baden-württembergischen Genossenschaften ausgezeichnet worden. Dr. Nicola Gindele erhielt in Stuttgart die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre herausragende Dissertation zum Thema „Wandel des Unternehmertums in der Landwirtschaft“. Mit 2.000 Euro Preisgeld versehen ist die gleichermaßen hervorragende Masterarbeit „Analyse der Struktur und Wirtschaftlichkeit des Weinbaus in Baden und Württemberg“ von Eva Habermann. Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband (BWGV) vergeben und würdigt außerordentlich gute Dissertationen und Masterarbeiten. Ort der Preisverleihung war die Uni Hohenheim, die in diesem Jahr ihr 200-jähriges Bestehen feiert.

„Den Preisträgerinnen gratuliere ich sehr herzlich. Der Klimawandel stellt die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Gründliche wissenschaftliche Analysen wie die Arbeiten der Preisträgerinnen sind eine wichtige Basis für Zukunftsentscheidungen – auch der Politik“, sagte die baden-württembergische Finanzministerin Edith Sitzmann in ihrer Festansprache zur Preisverleihung. Die Ministerin wies zudem auf die Bedeutung der Genossenschaften für die Landwirtschaft hin: „Ich freue mich, dass die landwirtschaftlichen Betriebe mit den Genossenschaften und gerade auch mit den leistungsfähigen Genossenschaftsbanken starke Partner an ihrer Seite haben, um die Herausforderungen zu meistern.“

Glaser lobt hohe Qualität der wissenschaftlichen Arbeiten

BWGV-Präsident Dr. Roman Glaser hob in seiner Ansprache die hohe Qualität der prämierten Arbeiten hervor. Für den Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband ist der Wettbewerb von großer Bedeutung. „Sowohl der BWGV als auch seine Mitgliedsgenossenschaften profitieren von den herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten, die wir gemeinsam mit der Universität Hohenheim und dem Verein zur Förderung der Forschungsstelle für Genossenschaftswesen alle zwei Jahre prämieren“, sagte Glaser bei der Preisverleihung. Der BWGV-Präsident betonte besonders die Praxisorientierung der Beiträge, aus denen konkrete Beratungsangebote für Genossenschaften identifiziert, Erkenntnisse im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit von Genossenschaftswinzern gewonnen und Handlungsempfehlungen im Hinblick auf eine Verbesserung der Mitgliederbindung in landwirtschaftlichen Genossenschaften abgeleitet werden könnten.

„Als Rektor ist es immer eine besondere Freude, die Hohenheimer Absolventinnen und Absolventen bei ihrem Übergang vom Studium in den Beruf oder die weitere wissenschaftliche Laufbahn zu begleiten. Die feierliche Preisverleihung des GENO-Wissenschaftspreises ist dafür eine besonders schöne Gelegenheit“, sagte Prof. Dr. Stephan Dabbert, Rektor der Universität Hohenheim. „Ich hoffe, dass wir unseren Studierenden in Hohenheim Wissen vermitteln und sie gleichzeitig in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und anregen, sich ihre eigenen Gedanken zu machen und auch neue Wege auszuprobieren“, fügte er weiter an. Die Laudationes auf die Preisträgerarbeiten hielten die beiden Hohenheimer Universitätsprofessoren Dr. Reiner Doluschitz, Fachgebietsleiter Agrarinformatik und Unternehmensführung am Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre sowie Leiter der Forschungsstelle für Genossenschaftswesen, und Dr. Hans-Peter Burghof, Fachgebietsleiter Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen, am Institut für Financial Management.

Konsequenzen des Strukturwandels in der Landwirtschaft

In ihrer mit 3.000 Euro preisgekrönten Dissertation analysiert die aus Geislingen (Zollernalbkreis) stammende Nicola Gindele die Problematik des fortschreitenden Strukturwandels und die daraus resultierenden Konsequenzen und Anforderungen für die Landwirtschaft. Auch die Auswirkungen des strukturellen Wandels auf die Rahmenbedingungen für ländliche Genossenschaften und die sich daraus ergebenden Herausforderungen in Bezug auf das Management – insbesondere das Mitgliedermanagement – von Genossenschaften standen im Fokus der Arbeit.

Die Analyse von Strukturen und Wirtschaftlichkeit baden-württembergischer Weinbaubetriebe bildet die Grundlage der Masterarbeit von Preisträgerin Eva Habermann aus Ettlingen. Sie beschäftigt sich hierbei vorrangig mit der Fragestellung, welchen Einfluss der Betriebstyp, die Erwerbskombination, das Anbaugebiet sowie die Flächenausstattung auf die Zukunftsfähigkeit von Winzer- und Weingärtnergenossenschaften haben.

Der GENO-Wissenschaftspreis wird alle zwei Jahre für Masterarbeiten und Dissertationen verliehen, die sich mit praxisbezogenen Entwicklungen im Genossenschaftswesen insgesamt oder in den einzelnen Bereichen der genossenschaftlichen Kredit- und Warenwirtschaft befassen. Gefördert werden qualifizierte Absolventen und Doktoranden am Lehrstuhl für Kreditwirtschaft oder am Lehrstuhl für Agrarpolitik der Universität Hohenheim.

Artikel versenden